Erste Hilfe ist eines der wichtigsten Dinge, die du vorbereiten kannst, wenn du dich ins Freie aufmachst.
Erste Hilfe ist etwas, das wir alle hoffentlich nie brauchen werden – aber es kann unglücklich und im schlimmsten Fall gefährlich sein, nicht vorbereitet zu sein, falls doch etwas passiert.
Wenn wir uns in der Natur aufhalten, können wir auf Situationen und Verletzungen stoßen, die wir im Alltag vielleicht nicht erleben. Deshalb ist Erste Hilfe eines der wichtigsten Dinge, die man im Hinterkopf haben sollte, egal ob du wandern gehst, eine Kanutour machst oder ein Wochenende mit Bushcraft verbringst.
Es ist leicht zu denken, dass schon nichts passieren wird. Wir passen ja auf, denken nach und sind verantwortungsbewusste Menschen. Aber wenn wir uns in die Natur begeben, bewegen wir uns auch in einer Umgebung, die wir nicht kontrollieren können. Wir können das Wetter nicht steuern, wir können nicht immer ein Loch im Weg vorhersehen, und selbst dem erfahrensten Menschen kann plötzlich ein Messer aus der Hand rutschen.
Das bedeutet nicht, dass man ängstlich sein muss – Naturerlebnisse sollen vor allem schön und freudvoll sein. Aber man liegt nie falsch damit, der Natur mit gesundem Respekt zu begegnen.
Einige einfache Vorsichtsmaßnahmen können die Sicherheit auf der Tour erheblich verbessern:
Sag jemandem, wohin du gehst
Teile deine Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit mit
Plane die Tour im Voraus
Nimm ein Erste-Hilfe-Set mit
Kleine Vorbereitungen können einen großen Unterschied machen, falls doch einmal etwas passiert.
Erste-Hilfe-Sets und Ausrüstung
Hier bei Survivalstore.dk findest du unter anderem eine Auswahl an fertig gepackten Erste-Hilfe-Sets für den Outdoor-Bereich. Viele davon werden IFAK, was steht für Individual First Aid Kit.
Ein typisches Set enthält unter anderem:
Pflaster
Kompressen und Gazen
Verschiedene Verbände
Einmalhandschuhe
Verbandsschere
Rettungsdecke (Notfalldecke)
Denke auch daran, dass es eine gute Idee sein kann, deine Kompressions- und Verbandstechniken aufzufrischen, bevor du losgehst, falls sie etwas eingerostet sind. Die richtige Technik kann einen großen Unterschied machen, wenn es darum geht, Verletzungen korrekt zu versorgen.
Wie bei vielen anderen Outdoor-Ausrüstungen eröffnet sich eine ganze Welt von Möglichkeiten, sobald man sich mit Erste-Hilfe-Ausrüstung beschäftigt – besonders wenn man, wie wir, gerne vorbereitet ist.
Wenn du mehr über Sicherheit und Tourenplanung in der Natur lesen möchtest, können wir auch die Bücher Erste Hilfe & Outdoorleben von Julie Pio Kragelund und Wandern und Outdoorleben von Outdoorleiterin Mette Mortensen empfehlen, die viele vielleicht aus Allein in der Wildnis kennen. Es enthält unter anderem ein Kapitel über Erste Hilfe auf Tour.
Finde das richtige Erste-Hilfe-Set für deine Tour
Wenn du Erste-Hilfe-Ausrüstung für die Tour auswählst, gibt es vor allem drei Dinge, die es zu bedenken gilt:
1. Wohin gehst du?
Wenn du wandern gehst, ist ein leichtes und kompaktes Setdesignt, die sich leicht im Rucksack verstauen lassen.
Manche Erste-Hilfe-Sets sind mit MOLLE-System (Modular Lightweight Load-carrying Equipment), die es ermöglicht, die Ausrüstung außen am Rucksack zu befestigen. Das bedeutet, dass du schnell an dein Erste-Hilfe-Set kommst, ohne den ganzen Rucksack durchsuchen zu müssen.
2. Wie lange wirst du unterwegs sein?
Je länger die Tour ist, desto mehr Ausrüstung solltest du dabei haben. Eine einwöchige Wanderung in den norwegischen Fjorden erfordert natürlich mehr Vorbereitung als eine kurze Tagestour in der Nähe – sowohl weil du weiter von Hilfe entfernt bist als auch weil die Wahrscheinlichkeit für kleinere Verletzungen mit der Zeit steigt.
3. In welcher Umgebung bewegst du dich?
Wenn du aufs Wasser gehst, kann ein wasserdichtes Erste-Hilfe-Set eine wirklich gute Investition bist. Durchweichte Mullbinden und Verbände sind wenig wert, wenn du sie brauchst.
Egal welches Set du wählst, das Wichtigste ist, dass du:
kann schnell darauf zugreifen können
wissen, was es enthält
wissen, wie es verwendet wird
Wenn du planst, was in das Erste-Hilfe-Set gehört, ist es wichtig, sowohl die Länge der Tour als auch die potenziellen Risiken zu berücksichtigen. Bei einer kurzen Tagestour reicht das Wesentliche, aber bei längeren Touren oder in anspruchsvollerem Gelände ist es klug, zusätzliche Verbände, Schmerzmittel, Notsignale und vielleicht sogar ein kleines Werkzeugset mitzunehmen. Das Denken in Szenarien hilft dir, clever zu packen, damit du nicht zu viel oder zu wenig Ausrüstung dabei hast.
Tipps und gute Ratschläge zur Ersten Hilfe auf Tour
Neben der eigentlichen Erste-Hilfe-Ausrüstung gibt es auch eine Reihe kleiner Dinge, die unglaublich praktisch sind, um sie in der Tasche zu haben.
Wasser
Das kann nicht oft genug gesagt werden: Es ist wichtig, die Flüssigkeitszufuhr aufrechtzuerhalten.
Auf längeren Touren ist es ratsam, zu planen, wo du unterwegs Wasser bekommen kannst. Mit Reinigungstabletten oder einem Wasserfilter kannst du natürliches Wasser trinkbar machen, sodass du nicht das ganze Wasser von zu Hause mitnehmen musst.
Schmerzmittel und Antihistaminika
Leichte Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sind eine gute Idee, um sie in der Tasche dabei zu haben.
Antihistaminika können ebenfalls nützlich sein – nicht nur bei Allergien, sondern auch zur Abschwächung von Reaktionen auf Insektenstiche, zum Beispiel von Mücken, Bienen oder Wespen.
Burn-Gel für leichte Verbrennungen
Ein kühlendes Burn-Gel oder Spray kann eine sehr gute Ergänzung zum Erste-Hilfe-Set sein. Es kann Schmerzen lindern und der Haut bei kleineren Verletzungen wie diesen helfen:
Insektenstiche
Kratzer
Sonnenbrand
leichte Verbrennungen
Es ist eine kleine Sache, die auf Tour überraschend vielseitig sein kann.
Notsignalgebung
Wenn das Unglück passiert und du Hilfe brauchst, ist es wichtig, auf sich aufmerksam machen zu können.
Eine Notsignalpfeife sind ein einfaches, leichtes und effektives Signalmittel, das wenig Platz in der Tasche einnimmt. Knicklichter können ebenfalls nützlich sein – sowohl zur Notsignalgebung als auch zur Sichtbarkeit im Dunkeln.
Kleine Dinge, die auch gut mitzunehmen sind
Viele der praktischsten Dinge hast du vielleicht schon zu Hause:
Pinzette oder Zeckenentferner – für kleine, aber häufige Probleme
Sicherheitsnadeln – können für alles von Verbänden bis Ausrüstung verwendet werden
Blasenpflaster – können eine Wanderung retten
Desinfektionstücher oder Handdesinfektionsmittel – für die Wundhygiene
Sonnencreme – auch im Winter, besonders in Höhenlagen oder im Schnee
Lippenbalsam und Handcreme – Kälte und Wind können die Haut schnell austrocknen
Sicherheit und Abenteuer gehen Hand in Hand
Mit der richtigen Erste-Hilfe-Ausrüstung und dem nötigen Wissen kannst du deine Touren mit Sicherheit und Fokus auf das Erlebnis genießen. Kleine Vorbereitungen und gute Gewohnheiten sorgen dafür, dass du die Natur voll auskosten kannst – egal ob es eine kurze Tagestour oder eine längere Wanderung in den Bergen ist.

