Outdoor-Aktivitäten und Angeln – Dein Guide für eine erfolgreiche Angeltour in Schweden.
Wenn du noch nie Angeln und Outdoor in Schweden ausprobiert hast, können wir es dir wirklich empfehlen.
Die schwedische Natur lädt dazu ein, deinen inneren Bushcrafter zu entdecken – aber wenn du nicht ganz so hardcore bist, reicht auch weniger.
Schweden bietet eine fantastisch schöne, raue, herausfordernde und beeindruckende Natur, die Erlebnisse schenkt, an die man sich lange erinnert. Es ist schwer, genug zu bekommen von der ungestörten, stillen Ruhe, der überwältigenden Landschaft mit weitläufigen Felsen, Wäldern und Seen, so weit das Auge reicht.
In den folgenden Abschnitten geben wir dir Tipps, wie du dich auf eine großartige Angeltour an den schwedischen Gewässern vorbereiten kannst.
Hier kannst du direkt zu dem Abschnitt springen, den du lesen möchtest.
Jedermannsrecht:
Das Jedermannsrecht ist eine offene Einladung, sich frei in der schwedischen Natur zu bewegen, zu entdecken, zu wandern und zu zelten. Du musst nur auf die Natur und die Tiere achten, Rücksicht auf andere Naturbesucher nehmen und die Privatsphäre respektieren.
Respektiere die Natur – Leave no trace – vermeide empfindliche Gebiete wie z. B. neu angepflanzte Wälder, hinterlasse keinen Müll, räume deinen Platz auf und lösche dein Feuer vollständig.
Halte Abstand zu privaten Bereichen – vermeide Gärten, eingezäunte Felder und private Grundstücke.
Schlage dein Lager mit Bedacht auf – und nur vorübergehend – kurze Aufenthalte von 1-3 Nächten am selben Ort sind normalerweise akzeptiert, wähle einen Platz, der weder Tiere noch andere Menschen stört.
Sei ruhig und gelassen – sowohl für die Tierwelt als auch für andere Gäste.
Schütze die Tierwelt – das gilt für Tiere im Wasser, an Land und in der Luft.
Outdoor-Aktivitäten und Angeln in Schweden – was solltest du mitbringen?
Übernachtung und Kochen
Übernachtung und Kochen sind essenziell bei jeder Outdoor-Tour. Wenn du einen guten Platz zum Zelten in der schwedischen Natur gefunden hast, solltest du herausfinden, ob es erlaubt und/oder sinnvoll ist, ein Lagerfeuer zu machen, oder ob du mitgebrachtes Equipment wie z. B. einen Campingkocher oder Wood Stove verwenden musst. Zu bestimmten Zeiten kann es ein Feuerverbot und lokale Richtlinien geben, die beachtet werden müssen.
Wir empfehlen, dass Sie mitbringen:
Zelt, Tarp oder Hängematte mit Mückennetz
Schlafsack an die Jahreszeit angepasst
Isomatte oder aufblasbare Luftmatratze
Kochgeschirr: Lagerfeuerausrüstung oder Sturmkocher, Holzofen oder Brenner.
Topf/Pfanne und Besteck sowie Kochutensilien
Feuerstahl oder Streichhölzer/Feuerzeug und ggf. Zunderschwamm
Thermoflasche und Wasserbehälter
Ein gutes Bushcraft-Messer und/oder Fischermesser
Stirnlampe, Laterne oder Ähnliches
Bekleidung
Ihre Kleidung sollte natürlich der Jahreszeit angepasst sein. Denken Sie daran, dass Sommerabende und -nächte kühl sein können und man nie weiß, ob ein Regenschauer kommt. Denken Sie auch an Schutz vor Mücken und Insekten. Es ist praktisch, sich nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, damit man immer etwas ausziehen kann, wenn es zu warm wird.
Wir empfehlen, dass Sie mitbringen:
Wasserdichte und winddichte Oberbekleidung
Warmes Zwischenkleidungsstück
Isolierende lange Unterwäsche – Wolle oder Ähnliches in den kühleren Monaten
Unterwäsche und zusätzliche Socken
Mütze und Handschuhe (je nach Wetter)
Gute Wanderschuhe oder Stiefel
Sandalen oder leichtes Schuhwerk für Abende am Lager
Angelausrüstung
Egal, ob Sie an der Küste oder im Landesinneren angeln, es ist wichtig, gute Ausrüstung dabei zu haben. Je nach Angelart wird unterschiedliche Ausrüstung benötigt. Es braucht nicht unbedingt viel Ausrüstung, um einen Angelausflug wirklich spaßig und erlebnisreich zu machen.
Wir empfehlen, dass Sie mitbringen:
Angelrute/Schnur und ggf. Vorfach für die Fischart, die Sie fangen möchten
Verschiedene Haken, Spinner, Wobbler, Blinker und Köder, die zu Ihrer Angelart passen
Angelwerkzeug: Fischermesser, Hakenlöserzange und ggf. Fangnetz
Angelschein - hier lesen, wie Sie einen Angelschein kaufen
Evtl. Wathosen
Sonstiges:
Erste-Hilfe-Set mit Pflastern, Desinfektionsmittel, Verbänden
Mückenspray und ggf. Mückennetz für Kopf/Zelt
Sonnencreme
Karten und Kompass / GPS
Powerbank oder Solar-Ladegerät
Rettungsweste, wenn du vom Boot aus angeln willst
Wasserfilter oder anderes zur Wasserreinigung
Drybags zur Aufbewahrung von Kleidung und Ausrüstung
Plastiktüten für Müll und nasse Sachen
Toilettenpapier und Hygieneartikel
Bereite deine Beute zu – so geht’s
Es ist etwas ganz Besonderes, Fisch zu essen, den man selbst gefangen hat. Nicht nur schmeckt er unglaublich gut, sondern das Gefühl, alles selbst gemacht zu haben – vom Fang bis auf den Teller (oder in diesem Fall vom Wasser auf den Teller) – ist kaum zu übertreffen. Denk daran, Salz, Pfeffer, Gewürze, Kräuter und Beilagen von zu Hause mitzubringen.
Hier kommt eine kurze Anleitung, die dir helfen kann, wenn du deine Beute noch nie vorbereitet und zubereitet hast:
Zuerst muss der Fisch vorbereitet werden.
So reinigst du den Fisch
1. Fisch abspülen
Beginne damit, Schmutz und Schleim außen mit kaltem Wasser abzuwaschen. Das erleichtert die weitere Arbeit. Ist der Fisch sehr schleimig, kannst du den Schleim mit einem Messer abkratzen.
2. Schuppen entfernen
Hat der Fisch Schuppen (wie z. B. Barsch), kannst du sie abkratzen, indem du das Messer mit leichtem Druck vom Schwanz zum Kopf führst – am besten im Wasser, damit die Schuppen nicht überall herumfliegen. Bei Fischen mit sehr kleinen Schuppen, z. B. Forelle, musst du die Schuppen nicht entfernen.
3. Einen Schnitt am Bauch machen
Lege den Fisch auf die Seite. Steche das Messer in den After des Fisches (liegt nahe am Schwanz) und schneide vorsichtig in Richtung Kopf – nicht zu tief, damit du die Innereien nicht verletzt.
4. Innereien entfernen
Öffne den Fisch und entferne vorsichtig die Innereien mit den Fingern oder dem Messer. Pass auf die Gallenblase (ein kleiner grüner Sack) auf – wenn sie platzt, kann sie dem Fleisch einen bitteren Geschmack verleihen.
Wenn du sie triffst, spüle schnell und gründlich mit Wasser nach.
5. Bauchhöhle reinigen
Blutreste und Häute abkratzen (oft verläuft ein dunkler Blutstreifen entlang der Wirbelsäule). Verwende einen Löffel oder ein Messer und spüle anschließend mit kaltem Wasser nach.
6. Flossen und Kopf abschneiden
Du kannst den Kopf dranlassen, z. B. wenn du den Fisch ganz backen möchtest, aber es sieht appetitlicher aus, ihn zu entfernen.
7. Noch einmal spülen
Spüle den Fisch innen und außen mit kaltem Wasser ab. Tupfe ihn mit Papier oder einem sauberen Tuch trocken.
Je nachdem, wie der Fisch zubereitet werden soll, kannst du ihn filetieren, wobei das Fleisch von den Gräten getrennt wird. Barsch, Zander, Lachsforelle und Plattfisch schmecken als Filets wirklich lecker! Hechte können auch filetiert werden, aber das erfordert etwas Geduld, da die Knochenstruktur anders ist. Es ist jedoch nicht notwendig, den Fisch zu filetieren – wenn er zubereitet ist, kann man das Fleisch vorsichtig von den Gräten ziehen.
An vielen Orten in der schwedischen Natur ist es erlaubt, ein Lagerfeuer zu machen, und es gibt kaum etwas Gemütlicheres, als nach einem langen Tag draußen am Feuer zu sitzen. Aber sei immer aufmerksam, da es vorübergehende oder lokale Einschränkungen geben kann. Es ist wichtig, die aktuellen Regeln für das Gebiet, in dem du dich befindest, zu überprüfen.
Du kannst auch einen Sturmkocher oder einen Wood Stove mitnehmen, die beide praktisch und effektiv sind, wenn du draußen kochen möchtest.
Ein Sturmkocher funktioniert gut, wenn du schnell Wasser für den Kaffee erhitzen oder Essen zubereiten möchtest, ohne Holz sammeln und auf Glut warten zu müssen, während ein Wood Stove die gleiche Atmosphäre wie ein Lagerfeuer schafft, nur in kleinerem Maßstab und mit weniger Risiko. Beide Lösungen sind leicht zu verstauen und nehmen im Rucksack kaum Platz ein.
Fisch über dem Lagerfeuer:
Wenn du deinen Fisch über dem Lagerfeuer zubereitest, kannst du das auf verschiedene Arten tun. Du kannst den Fisch in Alufolie zusammen mit etwas Zitrone, Dill und Zwiebeln – oder was du bevorzugst – einwickeln und das Päckchen mit dem Fisch in die Glut legen oder für einige Minuten garen. Du kannst auch einen Lagerfeuergrill, -rost oder eine -pfanne verwenden, um den Fisch einige Minuten auf jeder Seite über der heißen Glut zu garen.
Lies hier, wie du echtes Wildnismesser – Fisch über dem Lagerfeuer zubereitest.
Fisch auf dem Sturmkocher:
Das Sturmkocher bietet gute Kontrolle über die Hitze, und du kannst den Fisch oder die Filets in der mitgelieferten Pfanne braten.
Fisch auf dem Wood Stove:
Wie beim Lagerfeuer kannst du den Fisch auf einem Rost oder in einer Pfanne über deinem Wood Stove zubereiten.
Du kannst deinen Fisch auch über dem Lagerfeuer räuchern, was ihm einen leckeren Geschmack und eine längere Haltbarkeit verleiht. Das Internet ist voll von Videos, die zeigen, wie man Fisch über dem Lagerfeuer räuchert – es ist nicht so schwer und auf jeden Fall einen Versuch wert.
Outdoor in Schweden – worauf solltest du achten?
Es ist ein großes Vergnügen, sich in die schwedische Natur zu begeben – aber es gibt einige Dinge, auf die du achten und die du im Hinterkopf behalten solltest.
Tierwelt:
Die Natur ist Heimat von Elchen, Hirschen, Bibern, Fischen, Vögeln und vielen anderen wilden Tierarten. Die Wildtiere sind scheu und suchen nicht die Nähe von Menschen, aber du kannst ihnen begegnen, wenn du übernachtest, wanderst oder mit der Angelrute unterwegs bist, also denke an Folgendes:
- Halte Abstand. Ein Elch ist aus der Ferne schön, und obwohl der Elch scheu ist, kann er potenziell gefährlich sein, besonders wenn er Kälber in der Nähe hat. Geh niemals zwischen eine Mutter und ihre Jungen.
- Bewahre Essen sicher auf, damit du keine neugierigen Tiere zum Zelt anziehst.
- Mach etwas Lärm – ohne zu lärmen. Ja, das klingt etwas komisch. Natürlich sollten wir Rücksicht auf Tiere und andere Naturbesucher nehmen, aber wenn du redest oder ein wenig im Boden raschelst, werden die Wildtiere aufmerksam und verschwinden ganz ruhig.
Insekten und kleine Krabbeltiere:
Mücken und Bremsen leben ihr bestes Leben in den schwedischen Wäldern. Und Waldgebiete können ein wahres Paradies für Zecken sein, daher gibt es einige Dinge, die du tun kannst, um die kleinen Krabbeltiere zu vermeiden:
- Bring Mückenspray mit – einige Varianten bieten auch Schutz vor Zecken.
- Mückenlicht – Citronella-Licht
- Mückennetz und langärmlige Kleidung und Hosen, und die Socken über die Hosen ziehen, damit Zecken nicht hineinkriechen können.
- Untersuche deinen Körper jeden Abend auf Zeckenbisse, und siehe ggf. hier wie du Zeckenbisse vermeidest.
Sicherheit:
Schweden ist ein sicheres und geschütztes Land zum Reisen, aber zur Sicherheit kannst du einige Dinge tun, um deine Sicherheit zu optimieren:
- Prüfe die Wettervorhersage und plane eine realistische Route zu deinem Ziel.
- Sorge für gutes und sicheres Schuhwerk – die Felsen können an Seen und Bächen rutschig sein – nimm dir Zeit, wenn du dich bewegst.
- Sag jemandem, wohin du gehst und wann du zurück sein willst.
- Bring Erste Hilfe mit und ggf. Karte und Kompass – Mobilfunkempfang ist nicht überall in den großen schwedischen Wäldern verfügbar.
Dann bleibt wohl nur noch zu sagen: "Scharfe Haken und straffe Schnüre" – Viel Erfolg und eine richtig gute Angeltour in Schweden.
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