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Ein Leitfaden zum Sammeln der wilden Rohstoffe des Monats Juni


Juni ist der perfekte Monat für eine Sammel-Tour – jetzt markiert sich der Übergang vom Frühling zum Sommer – die Tage sind lang, das Licht steht hoch, und die Natur steht in voller Blüte. Jetzt erreichen viele wilde Kräuter, Blumen und Beeren ihren geschmacklichen Höhepunkt. 

Während das Sammeln im Frühling frische Triebe und zarte Blätter betraf, bietet der Juni duftende Blüten, aromatische Kräuter und die ersten süßen Geschmackserlebnisse in Form von Beeren und blühenden Früchten.

Die Wiesen stehen voller blühender Kräuter, der Waldboden strahlt in Grün, und die Straßenränder sind wie kleine Speisekammern für sich. Viele der Pflanzen, die wir im Mai gesammelt haben, sind noch zu finden – doch jetzt gesellen sich neue geschmackvolle Pflanzen wie Mädesüß, Kamille, Johanniskraut und die ersten Walderdbeeren dazu.

Juni ist ein idealer Monat für eine Sammel-Tour – sowohl für dich, der du neu in der wilden Welt bist, als auch für dich, der du die Wege auswendig kennst. Fülle deinen Sammelkorb mit Blumen und Blättern, Pflanzen und Kräutern und genieße den Reichtum der Natur.

Walderdbeere (Fragaria vesca) – Süßer, wilder Sommergeschmack im Mini-Format

Walderdbeeren sind eine der beliebtesten wilden Beeren im Sommer – klein, intensiv und voller Süße und Aroma. Im Juni zeigen sich die ersten reifen Beeren zwischen den gezähnten Blättern und weißen Blüten, und genau jetzt kannst du die kleinen roten Juwelen vom Waldboden und aus Hecken sammeln. Walderdbeeren schmecken wie eine konzentrierte Version gewöhnlicher Erdbeeren – und werden selten alt genug, um den Korb zu erreichen.

Sowohl Beeren als auch Blätter sind essbar, und die Pflanze hat in Dänemark eine lange Tradition als wild essbare Pflanze.

sammle die wilden Walderdbeeren

Wo findet man sie? Walderdbeeren wachsen in lichten Wäldern, Waldrändern, Hecken, Abhängen und entlang von Wegen. Sie bevorzugen gut durchlässigen Boden und etwas Schatten und kommen sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern vor. Die ersten reifen Beeren kannst du im Juni sammeln – besonders an warmen, sonnigen Stellen – und die Beerensaison erstreckt sich typischerweise bis in den Juli.

Woran erkennst du sie? Walderdbeeren sind eine niedrige, kriechende Pflanze mit dreiteiligen Blättern – mattgrün und gezähnt – und weißen, fünfblättrigen Blüten. Die Beeren sind klein, kegelförmig und tiefrot, mit den Samen an der Oberfläche. Der Duft ist stark erdbeerartig und süß. Die Pflanze breitet sich durch Ausläufer aus und wächst oft in Teppichen.

So verwendest du sie: Sammle die Beeren frisch und iss sie pur – oder verwende sie in Desserts, Obstsalat, Marmelade oder als Dekoration. Der Geschmack ist intensiv und süß mit einem tiefen Aroma, das keine starke Verarbeitung verträgt – am besten roh oder sanft gerührt. Die Blätter können ebenfalls verwendet werden, sowohl frisch als auch getrocknet, für Tee mit mildem Erdbeergeschmack. Pflücke nur reife Beeren und meide Orte mit viel Verkehr oder Hundespaziergängen beim Sammeln.

Heckenrose (Rosa rugosa) – Duftende Blütenblätter und Früchte mit Sonne und Säure

Die Hagebutte ist eine der bekanntesten und sinnlichsten Pflanzen des Sommers. Im Juni beginnen die großen, duftenden Blüten sich zu entfalten, und sowohl die Blütenblätter als auch später die Hagebutten können gesammelt und in der wilden Küche verwendet werden. Die Blüten haben einen süßen, rosenartigen Duft und Geschmack, während die Hagebutten für ihren hohen Gehalt an Vitamin C und ihre säuerliche Frische bekannt sind.

Die Hagebutte ist in Dänemark nicht heimisch, aber weit verbreitet und oft verwildert – besonders entlang der Küsten und in Ferienhausgebieten.

sammle hagebutte
Die Hagebutte oder „runzelige Rose“, wie sie auch genannt wird, ist in mehreren Farben zu finden. Sammle sowohl die Blütenblätter als auch die Früchte, die später in der Saison kommen.

Wo findet man sie? Die Hagebutte wächst an vielen Orten in Dänemark – besonders entlang von Stränden, Dünen, Deichen, Wegen und in stadtnahen Naturräumen. Sie ist robust und gedeiht in sandigem, magerem Boden mit viel Sonne. Die ersten Blüten öffnen sich normalerweise im Juni und blühen den ganzen Sommer über, während die Früchte (Hagebutten) im Spätsommer reifen und ab August gesammelt werden können.

Woran erkennst du sie? Die Hagebutte ist ein kräftiger, dichter Strauch mit dornigen Zweigen und dunkelgrünen, runzeligen (rugose) Blättern. Die Blüten sind groß, fünfblättrig und typischerweise rosa oder weiß mit deutlich sichtbaren gelben Staubgefäßen in der Mitte. Der Duft ist intensiv und süßlich. Später bildet sie große, orange-rote Hagebutten mit charakteristischer flacher, runder Form.

So verwendest du sie: Im Juni kannst du die frischen Blütenblätter sammeln und sie in Zucker, Sirup, Essig, Schnaps, Tee oder als Dekoration in Desserts verwenden. Pflücke nur Blumen bei voller Sonne und trockenem Wetter – denn Aroma und Geschmack sind dann am stärksten. Später in der Saison können die Hagebutten für Marmelade, Tee, Essig oder Leder verwendet werden. Entferne die Kerne und die kleinen Härchen innen, wenn du sie frisch verwendest. Verwende nur Blüten und Früchte aus Gebieten, von denen du sicher bist, dass sie nicht gespritzt wurden.

Blutampfer (Hylotelephium telephium) – Fleischige Blätter mit mildem Geschmack

Blutampfer ist eine schmackhafte und dekorative Pflanze, die oft sowohl in wilden als auch verwilderten Gärten und Hecken zu finden ist. Sie gehört zur Steinbrech-Familie und ist besonders bekannt für ihre saftigen, fleischigen Blätter, die einen milden, leicht säuerlichen Geschmack haben. Im Juni kannst du die jungen Triebe und Blätter sammeln, die sich gut für Salate, Dekoration oder als frischer grüner Snack direkt aus der Natur eignen.

Die Blätter sind am besten in der frühen Wachstumsphase – bevor die Pflanze blüht. Sie können roh gegessen, aber auch kurz angebraten oder eingelegt werden.

sammle blutampfer
Sammle und iss Blutampfer, bevor die Pflanze zu blühen beginnt

Wo findet man sie? Blutampfer wächst in lichtdurchfluteten Bereichen wie Straßenrändern, Abhängen, alten Gärten und Naturwiesen. Sie gedeiht in trockenem, kalkhaltigem Boden und ist oft in Gebieten zu finden, wo der Boden nicht zu feucht ist. Die Pflanze ist mehrjährig und leicht zu erkennen – besonders während der Blütezeit später im Sommer.

Woran erkennen Sie sie? Die Blutwurz hat dicke, saftige, blaugrüne Blätter, die gegenüber am Stängel sitzen. Die Stängel sind steif und aufrecht, und die Pflanze wird typischerweise 20–50 cm hoch. Im Juni sind die Blätter üppig gewachsen, während die charakteristischen rosa Blütendolden erst später im Sommer – etwa von Juli bis September – erscheinen. Die Pflanze ist leicht an ihrem sukkulenten Aussehen und der kompakten Wuchsform zu erkennen.

So verwenden Sie sie: Die jungen Blätter und Triebspitzen können roh in Salaten, auf belegten Broten oder als Dekoration gegessen werden. Der Geschmack ist mild und frisch mit einem leicht säuerlichen Biss. Die Blätter können auch leicht gedämpft oder in grünen Ölen, Essigen und fermentierten Mischungen verwendet werden. Verwenden Sie nur die frischen, jungen Teile – und probieren Sie sich heran, da ältere Blätter bitterer und zäher werden können.

Schafgarbe (Filipendula ulmaria) – Duftende Blüten mit Süße und Sommerstimmung

Schafgarbe ist eine schöne und aromatische Pflanze, die im Juni und Juli mit leichten, cremeweißen Blütendolden blüht. Der Duft ist charakteristisch und süßlich – fast wie Honig, Mandel und Vanille zusammen – und hat die Schafgarbe zu einer beliebten Sammelpflanze sowohl in der wilden Küche als auch als Gewürz für Getränke gemacht. Die Pflanze wurde historisch verwendet, um Met zu aromatisieren – daher der Name.

gesammelte Schafgarbe
Die blühenden Triebe der Schafgarbe sind besonders begehrt und werden in allem von Saft und Tee bis zu Schnaps, Desserts und Sirup verwendet.

Wo findet man sie? Schafgarbe wächst in feuchten Gebieten – entlang von Wasserläufen, in Gräben, Wiesen und Feuchtgebieten, wo der Boden nährstoffreich ist und die Feuchtigkeit gut hält. Sie ist in den meisten Teilen Dänemarks verbreitet und leicht an ihrer Höhe und den leichten Blütendolden zu erkennen, die oft über den anderen Pflanzen schwanken.

Woran erkennen Sie sie? Die Pflanze wird 50–150 cm hoch und hat rotgrüne Stängel sowie fiederteilige Blätter mit gezackten kleinen Blättchen. Die Unterseite der Blätter ist weißfilzig. Die Blüten sammeln sich in lockeren Dolden und haben einen süßen, intensiven Duft. Die Schafgarbe blüht typischerweise von Mitte Juni bis Juli und August, abhängig vom Standort.

So verwenden Sie sie: Die Blüten werden frisch in Saft, Sirup, Essig, Schnaps, Desserts oder zum Aromatisieren von Eis und Schlagsahne verwendet. Sie können auch getrocknet und als Kräutertee mit einem süßen und beruhigenden Geschmack genutzt werden. Die jungen Blätter können ebenfalls in kleinen Mengen verwendet werden, aber vor allem die Blüten sind am gebräuchlichsten. Verwenden Sie nur die geöffneten Blüten – und vermeiden Sie zu viele grüne Stängelteile, da diese einen leicht bitteren Geschmack geben können.

Kamille (Matricaria chamomilla) – Sanfte und beruhigende Blume für Tee und Wohlbefinden

Kamille ist eine klassische Heilpflanze, die viele aus Kräutertees und Naturmedizin kennen – aber sie wächst auch wild in der dänischen Natur und kann leicht im Juni und Juli gesammelt werden. Die echte Kamille hat einen weichen, süßen Duft und kleine weiße Blüten mit gelber Mitte, die entlang von Wegen, Feldern und offenen Flächen leuchten.

Wenn du Kamille sammelst, sind es vor allem die Blütenköpfe, die du suchst – sie sind sowohl geschmackvoll als auch voller aromatischer Öle, besonders wenn sie an einem trockenen und sonnigen Tag gepflückt werden.

gesammelte wohlriechende Kamillenblüte
Wohlriechende Kamille – kann mit geruchloser Kamille verwechselt werden – letztere ist weder gefährlich noch giftig, aber auch nicht so delikat wie wohlriechende Kamille. 

Wo findet man sie? Kamille gedeiht an lichtdurchfluteten, trockenen und nährstoffreichen Stellen – z. B. Straßenrändern, Feldgrenzen, Brachflächen und sandigen Böden. Sie kann sowohl wild als auch verwildert im Garten vorkommen und blüht typischerweise von Juni bis in den Spätsommer. Achte darauf, dass es mehrere ähnliche Arten gibt – darunter geruchlose Kamille und Hundskamille – daher ist eine korrekte Artbestimmung beim Sammeln wichtig.

Woran erkennst du sie? Echte Kamille hat feine, fiederteilige Blätter und Blüten mit weißen Kronblättern und einer gelben, gewölbten Mitte, die mit dem Alter hohl wird – ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Die Blüte duftet deutlich kamilleartig – süß und kräuterig – im Gegensatz zur geruchlosen Kamille, die kaum oder gar nicht riecht. Die Pflanze wird 20–50 cm hoch und steht oft in dichten Gruppen.

So verwendest du ihn: Sammle die Blütenköpfe und nutze sie frisch oder getrocknet für Tee, Ölauszüge, Kräuterbäder oder als Geschmacksgeber in Honig und Desserts. Kamille hat milde, beruhigende Eigenschaften und einen leicht süßlichen, blumigen Geschmack. Getrocknete Blüten können in Gläsern monatelang aufbewahrt werden. Verwende nur voll aufgeblühte Blüten und vermeide Stiele und Blätter, da diese einen bittereren Geschmack geben können.

Rotklee (Trifolium pratense) – Süße und milde Blütenpflanze von der Wiese

Rotklee ist eine der auffälligsten und verbreitetsten Sommerblumen und kann leicht im Juni, Juli und August gesammelt werden. Die charakteristischen rotvioletten Blütenkugeln leuchten auf Wiesen, Grabenrändern und in lichtdurchfluteten Waldrändern – und neben der wichtigen Nektarquelle für Bienen sind sie auch essbar und voller Süße.

Du kannst sowohl die Blütenköpfe als auch die jungen Blätter sammeln – beides hat einen milden, leicht erbsigen Geschmack und kann frisch oder getrocknet verwendet werden.

gesammelter Rotklee

Wo findet man sie? Rotklee wächst und kann überall in Dänemark gesammelt werden – auf Wiesen, Magerrasen, Straßenrändern, Feldern und anderen sonnigen, offenen Stellen mit gutem Boden. Er ist mehrjährig und blüht reichlich von Juni bis September. Er bevorzugt feuchten, aber gut durchlässigen Boden und verträgt sowohl Beweidung als auch Mähen.

Woran erkennen Sie sie? Rotklee hat rotviolette, dichte Blütenköpfe und dreigeteilte Blätter mit der charakteristischen, hellen V-förmigen Zeichnung. Die Blüten sitzen an kurzen Stielen, und die Pflanze wird 20–50 cm hoch. Sie ist leicht zu erkennen und wird selten mit anderen Wildpflanzen verwechselt, aber stellen Sie sicher, dass Sie nicht in belasteten Gebieten sammeln.

So verwenden Sie sie: Die Blütenköpfe können frisch in Salaten, Tee, Honigauszügen oder Desserts verwendet werden – oder getrocknet und für winterlichen Kräutertee und Dekoration aufbewahrt werden. Sie haben einen leicht süßlichen, grünlichen Geschmack und verleihen sowohl Speisen als auch Getränken eine schöne Farbe. Die jungen Blätter können ebenfalls gesammelt und als grünes Topping, in Pesto oder Suppen verwendet werden. Sammeln Sie die Blüten, wenn sie frisch sind und noch nicht zu welken begonnen haben – am besten mittags, wenn sie am aromatischsten sind.

Graue Beifuß (Artemisia vulgaris) – Aromatische Wildpflanze mit kräftigem Geschmack

Graue Beifuß ist eine stark duftende und aromatische Wildpflanze, die oft übersehen wird – aber sie hat viel Potenzial in der wilden Küche. Im Juni beginnen die jungen Triebe und Blätter sich zu entwickeln und können gesammelt werden, bevor die Pflanze blüht. Der Geschmack ist kräftig, bitter und würzig – und wird am besten in kleinen Mengen als Geschmacksgeber, Gewürz oder Bitterstoff verwendet.

Graue Beifuß ist mit dem japanischen Kraut Beifuß (mugwort) verwandt und wurde historisch sowohl für Speisen als auch für Medizin verwendet – besonders zum Würzen fetthaltiger Gerichte wie Wild und Ente.

Graue Beifuß sammeln

Wo findet man sie? Graue Beifuß wächst an vielen Orten in Dänemark – besonders auf trockenen, nährstoffreichen Böden entlang von Straßen, auf Brachflächen, Baustellen und in stadtnaher Natur. Sie gedeiht in der Sonne und wird leicht einen Meter oder höher. Man findet sie oft in dichten Beständen im Spätsommer, aber wenn Sie im Juni sammeln, sind die Blätter am frischesten und am besten verwendbar.

Woran erkennen Sie sie? Graue Beifuß hat gefiederte, dunkelgrüne Blätter mit einer silberweißen, filzigen Unterseite. Die Blätter sitzen wechselständig an den rotbraunen Stängeln, und die ganze Pflanze hat einen charakteristischen, würzigen Duft. Sie blüht später im Sommer mit kleinen, unauffälligen, gelblichen Blüten in ährenähnlichen Spitzen. Die Pflanze ist leicht zu erkennen, hat aber einen kräftigen Geschmack – probieren Sie daher zunächst kleine Mengen aus.

So verwenden Sie sie: Die jungen Triebe und Blätter können im Juni gesammelt und frisch oder getrocknet als Gewürz in Eintöpfen, Marinaden, Tee oder Gewürzsalz verwendet werden. Der Geschmack ist bitter, würzig und lakritzartig – und passt gut zu kräftigen Gerichten oder als bitteres Element in Schnaps und Kräuterbitter. Vermeiden Sie die Verwendung großer Mengen, da der Geschmack dominant ist. Die Pflanze kann getrocknet und für die winterlichen warmen Gerichte aufbewahrt werden.

Sammle mit allen Sinnen und genieße den Überfluss der Natur

Viele der wilden Pflanzen, die wir im April und Mai gesammelt haben, sind zum Glück auch im Juni noch zu finden und zu genießen. Giersch, Brennnessel und Löwenzahn treiben weiterhin neue, frische Blätter aus, besonders wenn sie regelmäßig geerntet werden. Knoblauchsrauke steht jetzt mit Blüten und Samenkapseln, aber die Blätter können weiterhin gesammelt und als mild scharfes Gewürzkraut verwendet werden. Weidenröschen beginnt, sich dem Licht entgegenzustrecken, und die jungen Triebe sind noch essbar und können gesammelt werden – bald folgen die schönen, violetten Blüten. 

Der Juni ist ein Monat, in dem die Naturküche offen und bis zum Rand gefüllt ist. Fülle den Korb mit blühenden Kräutern, frischen Blättern und wilden Beeren – aber denke immer daran, mit Bedacht zu sammeln: Nimm nur, was du brauchst, und sei sicher in der Bestimmung der Arten.

Egal, ob du deine Funde für Tee, Sirup, Salate oder einfach als grünen Schmuck im Alltag nutzt – es ist ein Geschenk, die wilden Zutaten der Natur mit nach Hause in die Küche zu bringen. Gute Sammelrunde – und viel Freude mit den wilden Geschmäckern des Juni!

🌿 Sammel-Tipps für Juni


1. Sammle im Sonnenschein
Pflanzen – besonders Blumen – haben den meisten Geschmack, Duft und Aroma zur Mittagszeit bei trockenem und sonnigem Wetter. Sammle lieber bei Trockenheit als bei Regen.

2. Kenne die Pflanzen, die du sammelst
Sei sicher, was du sammelst und pflückst. Nutze einen guten Pflanzenführer und lass zweifelhafte Pflanzen stehen. 

3. Sammle nur, was du verwendest
Sammle mit Bedacht. Lass immer genug für die Tierwelt, Bestäubung und das weitere Wachstum der Pflanze übrig. 

4. Sammle die jungen Teile
Junge Blätter und Triebe sind meist zarter und milder im Geschmack als die älteren und zäheren.

5. Verwende einen Korb, keine Plastiktüte
Ein Flechtkorb oder Stoffbeutel hält die Pflanzen frisch und lässt sie atmen, damit sie nicht matschig werden. Besonders Blumen und Beeren vertragen kein Zerdrücken.

6. Denk an Schere oder Messer beim Sammeln
Manche Pflanzen sind empfindlich, andere brauchen einen Schnitt. Ein kleines Taschenmesser oder eine Schere macht die Sammelrunde etwas leichter.

7. Schreibe auf und lerne aus der Saison
Notiere, wo und wann du verschiedene Pflanzen gefunden hast – so wirst du besser darin, neue Sammelfunde im nächsten Jahr vorherzusagen.

8. Sammle fernab von Straßen und gespritzten Feldern
Vermeide das Sammeln in der Nähe stark befahrener Straßen, Zäune und konventioneller Felder. Pflücke an Orten mit sauberem und wildem Wachstum.

9. Trockne den Überschuss
Viele gesammelte Kräuter wie Mädesüß, Kamille, Rotklee und Brennnessel können getrocknet und für den Winter als Tee, Gewürze und Ölauszüge aufbewahrt werden.

10. Gehe die gleiche Route mehrmals
Sammelstellen entwickeln sich im Laufe der Zeit – neue Triebe, Blumen und Beeren tauchen im Verlauf der Saison auf. Es lohnt sich, zu den Orten zurückzukehren, an denen du zuvor gesammelt hast.

Checkliste für eine Sammeltour im Juni


  • Korb, Stoffbeutel oder Netz
    Zum Tragen Ihrer Sammelfunde, ohne dass sie zerdrückt werden – besonders wichtig für zarte Blumen und Blätter.
  • Kleine Schere oder Kräutermesser
    Schonendes Sammeln ist mit dem richtigen Werkzeug einfacher. Vermeiden Sie es, Pflanzen beim Sammeln auszureißen.
  • Handschuhe
    Gut für Brennnesseln, Disteln oder gröbere Sammelfunde.
  • Pflanzenführer oder Sammel-App
    Verwenden Sie ein Buch, eine App oder mitgebrachte Notizen, um Pflanzen zu identifizieren und Verwechslungen zu vermeiden.
  • Kleine Behälter oder Gläser
    Für Beeren, Blumen oder andere empfindliche Dinge, die im Korb nicht zerdrückt werden sollen.
  • Trinkflasche und Snack
    Eine Sammeltour kann schnell länger dauern als geplant – denken Sie an Energie und Flüssigkeit.
  • Notizbuch oder Handykamera
    Machen Sie Fotos oder Notizen, wo Sie die Pflanzen gefunden haben – das ist nächstes Jahr Gold wert.
  • Tuch oder Serviette
    Gut zum Abtupfen von Blumen oder zum Trocknen der Finger, besonders wenn Sie saftige oder färbende Pflanzen sammeln.
  • Eventuell Insektenschutzmittel oder Moskitonetz
    Wenn Sie in Waldgebieten oder in der Nähe von Wasser sammeln.

Finden Sie Ihre Sammelausrüstung hier oder sehen Sie einige ausgewählte Dinge, die sich gut für eine Sammeltour eignen, unten:

Bonus: Seetang an der Küste sammeln


Sammeltouren müssen nicht nur im Wald oder auf der Wiese stattfinden – auch die Küsten verbergen essbare Schätze. Im Juni sind viele Seetangarten frisch und im Wachstum, und es ist ein idealer Monat, um an den Strand zu gehen und vom Meer zu sammeln. Seetang ist reich an Mineralien, Geschmack und Umami – und eine spannende Möglichkeit, die wilde Küche zu erweitern.


Seetang, den Sie im Juni sammeln können


Hier sind einige häufige und essbare Arten, die Sie entlang der dänischen Küsten finden können:

  • Zuckertang (Saccharina latissima) – Breiter, bräunlicher Seetang mit welligen Rändern. Milder Geschmack, gut in Suppen, Gebäck oder getrocknet als Snack.

  • Blasentang (Fucus vesiculosus) – Hat kleine Luftblasen und kommt in ruhigem Wasser vor. Wird vor allem getrocknet und in Gewürzsalz verwendet.

  • Sägetang (Fucus serratus) – Ähnlich wie Blasentang, hat aber gezackte Ränder und keine Luftblasen.

  • Rotalge (Palmaria palmata) – Rotvioletter, dünner Seetang mit mildem, leicht süßlichem Geschmack. Beliebt getrocknet oder geröstet als Chips.

  • Grüner Seetang (Ulva lactuca / Meersalat) – Dünne, grünliche Blätter, die roh, gedämpft oder getrocknet gegessen werden können. Sehr leicht und delikat.

Sammeltipps für das Sammeln von Seetang


  • Sammeln Sie nur Seetang, der noch an Steinen haftet oder am selben Tag angespült wurde – frischer Seetang ist glatt, geruchlos und fest in der Struktur.

  • Vermeiden Sie Seetang mit Verfärbungen, schlechtem Geruch oder schleimigen Belägen.

  • Seetang sollte gründlich in sauberem, kaltem Wasser gespült werden – gerne mehrmals.

  • Vermeiden Sie das Sammeln in der Nähe von Häfen, Abwasserabläufen oder Industrieanlagen.

  • Nehmen Sie Handschuhe, einen Eimer oder Netz und eventuell ein Messer mit.

Sanketur